Labor für Endokrinologie und Zytogenetik

Dr. med. habil. Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Reinhard Niemann

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Sehr verehrte Patientin!

Unter den Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches, soweit diese bei der Frau liegen, nimmt die nicht regelgerechte Funktion der Eierstöcke einen großen Raum ein (ca. 40%). Die Eierstöcke sind der Produktionsort für die wichtigsten weiblichen Sexualhormone Estradiol und Progesteron. Dabei wird in den Eierstöcken das Estradiol durch Umwandlung männlicher Hormone gebildet. Liegen zu viel männliche Hormone vor, ist die Bildung von Estradiol und Progesteron gestört. Die Produktion der Hormone durch die Eierstöcke wird von spezifischen Strukturen des Gehirns in der Hirnanhangsdrüse gesteuert. Zu den wichtigsten Störfaktoren dieser Steuerung gehören eine zu große Menge des Hormons Prolaktin und eine nicht regelgerecht funktionierende Schilddrüse, aber auch Streß und psychische Belastung können Störfaktoren sein. Und schließlich kann die Eierstockfunktion früher als erwartet nachlassen.

Die meisten der Störungen lassen sich medikamentös beeinflussen, so daß es zumeist möglich ist, eine regelgerechte Eierstockfunktion wiederherzustellen. Den ersten Schritt stellt dabei eine Hormonanalyse am 4./5. Zyklustag da. Diese sollte folgende Hormone erfassen:

FSH
LH
stimulierende Hormone der Hirnanhangsdrüse
Prolaktin Hormon der Hirnanhangsdrüse, das bei stillenden Frauen für die Milchbildung sorgt
Testosteron
DHEA-S
Androstendion
männliche Hormone der Eierstöcke und der Nebennierenrinde (DHEA-S nur Nebennierenrinde)
TSH Hormon der Hirnanhangsdrüse, das die Bildung der Schilddrüsenhormone stimuliert
Estradiol
Progesteron
weibliche Sexualhormone; die Bestimmung des Progesterons macht nur Sinn nach dem Eisprung und wird am besten am 21/.22. Zyklustag gemessen

Der erfahrene Gynäkologe oder Endokrinologe kann aus den Werten für die einzelnen Hormone und dem Verhältnis der Werte zueinander sicher ableiten, ob eine Störung vorliegt.

Eine hinreichende und gut ausgewogene Gelbkörperfunktion nach dem Eisprung (am besten 21./22. Zyklustag) zeigt an, ob die Störungen ausreichend behoben werden konnten.


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